Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 3. Band (1858)
Entstehung
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anders ſein kann. Gehe Er alſo, wie Er's verſprochen hat, in's ruſſiſche Lager zurück, verſuche Er, ob Er eine Verminderung der Summe oder ſonſt einen Vortheil erlangen kann, geht es aber nicht, nun ſo werde ich dieſe anderthalb Millionen für die Stadt Berlin bezahlen! Aber Er muß mir dafür einen Dienſt erzeigen!

Welchen, Majeſtät? Was es auch ſein möge, rief

Gotzkowsky glühend, ich bin bereit zu jedem Dienſt.

für Ew. Majeſtät, und müßte ich ſelbſt mein Leben hingeben! 3

Der König lächelte. Nun, ſo ſchlimm iſt's nicht, obwohl ich etwas von ihm fordern will, was den meiſten Menſchen noch ſchwerer wird, als das Ster⸗ ben, ich meine das Schweigen!

Und indem er ſeine Hand mit einem wohlwol⸗ lenden und liebreichen Ausdruck auf Gotzkowsky's Schulter legte, fuhr er fort: Er ſoll Niemand ver⸗ rathen, was ich Ihm eben geſagt habe, und nur ganz zuletzt, wenn es durchaus Noth thut, ſoll Er den Magiſtrat in's Vertrauen ziehen.

Wie, Maieſtät, rief Gotzkowsky ſchmerzlich, Sie wollten Ihren Berliner Bürgern das Glück entziehen, Ew. Majeſtät ihre Dankbarkeit, ihre grenzenloſe Liebe auszudrücken? Berlin ſoll nicht einmal erfah⸗ ren, wie gnädig und gütevoll Ew. Majeſtät ſich ihm beweiſen will?

Ich liebe nicht das viele Wortgeklingel und das Kränzewerfen, ſagte der König. Die Leute, welche