Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 2. Band (1858)
Entstehung
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leiſe mit den Magiſtratsherren Rath gepflogen, näherte ſich jetzt Gotzkowsky und reichte ihm lächelnd ſeine Hand dar.

Wir danken Euch, ſagte er, denn Ihr habt weiſe

geſprochen, und Euer Rath ſoll erfüllt werden. Wir wollen zahlen, da es nicht anders ſein kann. Aber Ihr müßt uns auf's Neue einen wichtigen Dienſt leiſten. Ihr müßt zum König gehen, und ihn bitten, daß er uns nicht zürnt, wenn wir ſeinen Befehl nicht vollführen.

Ja, thut das, thut das Gotzkowsky! riefen alle die Uebrigen.

Geht zum König. Er iſt Euch ſehr gewogen. Bittet für uns!

Gotzkowsky's Antlitz ſtrahlte in edler Genug⸗ thuung. 5

Wohlan, ich gehe zum König, ſagte er. Ich will ihn bitten, daß er der Stadt Berlin erlaube, ſich ihre Ehre makellos zu erhalten und die verſprochenen

MNiilloonen zu zahlen.

Wendet all Eure Rednerkunſt auf, ermahnte der Oberbürgermeiſter, daß der König dem Magiſtrat und der Bürgerſchaft von Berlin wohlgewogen bleibe, und uns nicht zürne, wenn wir dies Mal gegen ſeinen

Befehl handeln.

Der König iſt ein hochherziger und edler Mann, ſagte Gotzkowsky begeiſtert. Auch ihm iſt ſein Man⸗ neswort heilig und er wird es verſtehen und ehren,

daß wir das unſrige nicht brechen möchten! 3