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Der Kreis öffnete ſich.— Ah, jetzt wird der Unter⸗ officier mit den Soldaten und dem Braten kommen!
Aber nein,— der Braten kam ganz für ſich allein heran, er kam mit majeſtätiſchem Schritt, und ließ ein angſtvolles Mäckern vernehmen. Es war ein lebendiger Hammel, der den ſchon in Hunger hinſinkenden Ca⸗ detten dargeboten wurde.
Ein rohes, brüllendes Gelächter der Oeſterreicher empfing den gravitätiſchen Hammel, und übertönte das Klagegeſchrei der kleinen, ſo bitter enttäuſchten Cadetten.
Ein Hammel! Was fangen wir damit an? fragten ſie angſtvoll und weinten von neuem.
Ihr ſchlachtet ihn Euch und bratet ihn! höhnte der Offizier. Ihr ſeid wackere Soldaten, nun wohl, Ihr werdet es machen, wie wir es oft im offenen Feldlager gemacht. Ihr werdet Euch ſelber Koch und Kellner ſein! Niemand von uns wird Euch helfen, wir wollen einmal ſehen, ob Ihr auch ſchon recht prak⸗ tiſche Soldaten ſeid, und ob Ihr Euch auf das Kochen eben ſo gut verſteht, wie auf das Weinen und Jammern.
Und die Oeſterreicher falteten ihre Arme in ein⸗ ander, und ſchauten müßig und mit höhnendem Wohl⸗ behagen auf dieſe armen Kinder, welche geſenkten Hauptes weinend und klagend da ſtanden.
Aber endlich richtete der kleine Ramin ſich auf. Sein Auge leuchtete wieder in einem edlen, feurigen
Trotz, und ein Ausdruck edlen Muthes durchleuchtete ſein blaſſes Geſichtchen.


