Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 1. Band (1858)
Entstehung
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Gotzkowsky ſagte traurig zu Feodor: Verſtelle Dich

nicht länger, mein Sohn! Du ſiehſt, es iſt umſonſt!

Dann wandte er ſich an den öſterreichiſchen Officier und fuhr fort: Wir hofften, er ſollte in dieſer ruſſi⸗

ſchen Uniform, welche der frühere kriegsgefangene Ad⸗ jutant des General Sievers in meinem Hauſe ver⸗ geſſen hatte, entkommen können! Indeß, der Hut und

Mantel hat uns leider verrathen!

Der Obriſt von Brenda blickte mit ſtaunender Bewunderung Gotzkowsky an, und dieſe ſo ſchnell er⸗ ſonnene raſche Kriegsliſt beluſtigte ihn ungemein. Es war in der That ein pikantes Abenteuer, welches ihm der Haß und die Liſt Gotzkowsky's darbot, und Feodor war nicht geneigt, dieſes intereſſante und ori⸗ ginelle Abenteuer zurück zu weiſen. Er, der ruſſiſche Obriſt Graf Brenda, der Favorit einer Kaiſerin, ward zu einem preußiſchen Bombardier, deſſen Leben in Todesgefahr ſchwebte, degradirt. Sein tollkühner und wilder Sinn fand Gefallen daran, einmal die Rolle eines zum Tode verurtheilten Verbrechers zu ſpielen. 1

Nun? freagte der öſterreichiſche Offizier, erkennt Ihr die Ausſage an, oder wollt Ihr es jetzt noch leugnen, der Bombardier Fritze zu ſein?

Wozu hilft das Leugnen? erwiderte Feodor achſel⸗ zuckend, dieſer Herr, der mich erretten ſollte, hat mich ja ſchon verrathen! Ich bin der Mann, welchen Ihr ſuchet!

Mit einem Schrei der Ueberraſchung ſtürzte Eliſe