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natürlich, daß ſie in der Unruhe ihres Herzens zur Barberina gegangen waren, vielleicht wollte er darüber Gewißheit haben.
Sire, ſagte Rothenburg, Signora Barberina iſt wieder ganz hergeſtellt. Graf Algarotti und ich mach⸗ ten ihr heute Morgen unſern Beſuch, und ſie beauf⸗ tragte uns, wenn Euere Majeſtät die Gnade haben ſollten, nach ihr zu fragen, Denſelben zu berichten, daß ſie vollkommen wieder geſund und heiter ſei.
Der König ſagte kein Wort, in ſeiner rechten Hand noch immer das Papier haltend, auf welchem das Repertoire verzeichnet war, faltete er die Hände auf dem Rücken zuſammen, und ging ſinnend einige Male auf und ab. Dann blieb er vor d'Argens ſtehen und ſagte freundlich: Sie ſind ein ſo großer Enthuſiaſt für die Bühne, daß es grauſam wäre, Sie heute nach meinem Weinberg zu entführen. Wir wollen alſo heute in's Theater gehen und die Barberina tanzen ſehen; morgen fahren wir nach Potsdam und weihen mein neues Haus ein. Adieu, Meſſieurs, ich muß arbeiten. Sie ſind heute Mittag meine Gäſte und heute Abend begleiten Sie mich in's Theater.
Er nickte ihnen freundlich zu und ging wieder in ſein Studirzimmer zurück. Sie will mir trotzen, ſagte er leiſe zu ſich ſelber. Sie will mir beweiſen, daß ſte Alles überwunden hat. Nun, ich werde ihr zeigen, daß auch ich geneſen bin!— 3
Die Stunde des Theaters war endlich gekommen. Eine glänzende, geſchmückte, von Ordensſternen und Brillanten funkelnde Geſellſchaft füllte die Logen des erſten Ranges und das Parquet, während im Par⸗ terre und im zweiten Range die Beamten und Hof⸗ bedienten, die geladenen Kaufleute und Bürger mit ihren Frauen und Töchtern die Plätze füllten, und in
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