Teil eines Werkes 
2. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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der König immer mit leuchtender Stirn, mit ſtrah⸗ lendem Auge und mit unerſchüttertem Muthe her⸗ vorgegangen, und ſelbſt die verlorenen Schlachten hatten nicht den Glanz der gewonnenen Schlachten trüben können, denn in dieſen, wie in jenen, hatte ſich der König als ein Held bewieſen, größer noch nach der verlorenen Schlacht, durch ſeine Ruhe und Entſchloſſenheit, durch die unbeugſame Energie, durch die klare Beſonnenheit, mit welcher er ſeine Lage überſchaute und das Böſe immer wieder zum Guten zu wenden verſtand. Seine Feinde konnten daher nach einer gewonnenen Schlacht wohl ſagen, daß ſie den König von Preußen beſiegt, aber niemals, daß ſie ihn überwunden hatten. Denn immer wieder ſtand der König gerüſtet und kampfbereit ihnen gegen⸗ über, ſie angreifend, wenn ſie es am wenigſten ver⸗ mutheten, jede ihrer Schwächen benutzend, aus jedem ihrer Fehler Vortheile ziehend. Die fallenden Rei⸗ hen ſeiner Soldaten ſchienen nur die Drachenzähne zu ſein, welche der König in die Erde ſäete, um neue gewappnete und kampfbereite Krieger daraus empor⸗ wachſen zu laſſen, und während in den Heeren der verbündeten Oeſterreicher, Sachſen und Ruſſen Hun⸗ ger und Krankheit herrſchten, während man in Wien, Petersburg und Dresden begann, die Koſten des Krieges als eine drückende, kaum noch aufzutreibende Laſt zu empfinden, war die preußiſche Armee geſund und wohl verſehen mit Vorräthen, und die Kaſſen des Königs, Dank den engliſchen Subſidien und dem leichten Gelde, ſchienen unerſchöpflich zu ſein.

So waren, wie geſagt, jetzt ſchon drei Jahre des nie raſtenden Krieges vergangen. Sie hatten die Heldenſtirn des Königs mit neuen Lorbeern umwun⸗ 3 den und dieſe waren ſo voll und glänzend, daß die