— 238—
Effie's Vater, der ſtets der unzertrennliche Begleiter ſeiner Tochter war, und ſich nicht ſatt ſehen konnte an ihrem heitern, ſchönen Angeſicht, ſaß auch jetzt neben ihr, und ließ ſich von ihr die Geſchichte ihrer Flucht aus dem Kloſter und aller der folgenden wunderbaren und gefahrvollen Begebenheiten erzählen, denen allen ſie doch ſo glücklich entgangen und ihren Geliebten wieder ge⸗ funden. Als ſie erzählte, wie ſie zu Maedeam eingetreten, während er gerade jenes ihr aus der Heimath her ſo wohlbekannte Lied geſpielt, ſagte Nordheim, der mit ſeiner jungen Frau der Er⸗ zählung zugehört, zu Macdeam:„gewiß war dies daſſelbe Lied, das Sie im Lodging Hauſe ſpielten, und deſſen liebliche Weiſe uns damals ſchon Alle ſtets ſo tief ergriff.“
Macdeam nickte bejahend, und Ellen ſagte leb⸗ haft:„o ſpielen Sie es uns jetzt! Haben Sie mit dieſem Liede Abſchied genommen von London, ſo müſſen Sie es nun auch wieder damit begrüßen, nun da ſich Alles ſo herrlich und ſchön ans Ziel geführt hat.“
Die Uebrigen vereinten ihre Bitten mit den ihren, und Macdeam erklärte ſich gern bereit, ih⸗ rem Wunſche nachzukommen. Das Inſtrument ward geholt, Macdeam nahm es, und ſeiner Effie mit freudeſtrahlenden Augen liebevoll zunickend, ſetzte er es an die Lippen. Zuerſt leiſe und
flüſternd, dann immer mächtiger und gewaltiger
—


