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ſelber ſie Dir entgegenführe, mußte ich erſt je⸗ nen Zwiſt ausgleichen, der uns zu trennen droht! Höre mich an! Lege nicht Deine Stirne in finſtere Falten, blicke mich nicht ſo zürnend an! Es iſt kein Grund vorhanden, daß wir uns nicht ferner lieben ſollten, und ich denke, wir wollen es im⸗ mer thun.“
„Ein Mißverſtändniß war es,“ fuhr ſie be⸗ deutungsvoll fort,„das Ellen meine Worte anders deuten ließ, als ſie gemeint waren; ſie weiß das jetzt, weiß, daß Du mein Freund biſt, mein Freund, den ich liebe, wie man einen Bruder liebt. Ellen iſt ſo unſchuldig, daß ſie nicht einmal wußte, welch ein Unterſchied zwiſchen der Liebe einer Freundin und dem, was ſie empfindet. Ich habe es ihr erklärt und Ellen weiß nun, daß meine Liebe zu Dir neben der ihren beſtehen kann. Ellen weiß es, daß es mein ſchönſtes Glück, meinen Freund und ſie glücklich und vereint zu ſehen, und daß ich ſelber nichts opfere, wenn ich ſie Dir zuführe als Deine Geliebte!“
Nordheim ſah ſie fragend und erſtaunt an, ſie wich ſeinem Blicke nicht aus, ſie ertrug ruhig die for⸗ ſchend auf ſie gerichteten Augen und begegnete ihnen mit feſtem Anſchauen und unbewegten Zügen.
„Muß denn Alles ſich vereinen,“ ſagte Nord⸗ heim leiſe, wie zu ſich ſelber,„Alles, um mich zu beſchämen in meinem Unglauben, und mich zu de⸗ müthigen in dem, was ich meine Weisheit der


