fahrenen Kinde zu ſehen, trat jetzt ins Zimmer, wohin, wie man ihm geſagt, ſeine ohnmächtige Herrin gebracht worden.„Das Kind ſei nur we⸗ nig beſchädigt,“ berichtete der Dienér,„und der Wagen ſei bereit, wenn es ſeiner gnädigen Herrin gefalle, weiter zu fahren.“ 8
„So wollen wir fort!“ ſagte die Fremde be⸗ fehlend, und richtete einige gütige, dankende Worte an die Wirthin. Dann ſich an Nordheim wen⸗ dend, reichte ſie aus ihrem Portefeuille ihm eine Karte dar, und ſagte:„Ich hoffe, mein Herr, Sie ſuchen mich in meiner Wohnung auf, wo ich Ih⸗ nen, wieder geſammelt, in beſſer gewählten Worten meinen Dank ſagen kann!“
Dann verneigte ſie ſich anmuthig und ſtolz zu⸗ gleich, und Nordheim's Arm, der ſich die Gunſt aus⸗ bat, ſie an den Wagen führen zu dürfen, annehmend, verließ ſie das Zimmer.
«A revoir!» rief ſie aus dem Wagen noch einmal Nordheim entgegen, und bald entſchwand ſie um die nächſte Straßenecke den Blicken der ihr Nachſchauenden.


