Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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ein liberaler Dichter unter einer tyranniſchen Regierung immer wird zu leiden haben, und ich glaube ich habe von Glück zu ſagen, daß ich dies Mal ſo leichten Kaufs davon gekommen bin.

Man hat Sie alſo—

Ich habe mein Wort gegeben zu ſchweigen, unter⸗ brach Bonaventura Herrn Weinherr, und ich bitte Sie, dies zu ehren.

Ich verſtehe Sie, ſagte Herr Weinherr, ihm die Hand hinreichend, und faſt möchte ich Sie beneiden, um dies Märtyrerthum für unſere erhabene und edle Sache, welche ja die Sache von ganz Deutſchland iſt. Für ſeine Principien zu leiden, das iſt groß, iſt erhaben, und die Dornenkrone des Märtyrers iſt immer noch zu einem Heiligenſcheine geworden, der durch alle Zeiten hindurch leuchtet. Auch wir ſind, während Sie litten, nicht müßig geweſen, ſondern haben wieder redlich und getreu das Unſrige gethan zur Befreiung Deutſchlands. Ich allein ſchrieb in dieſer Woche mehr denn zwanzig Arti⸗ kel, von denen ganz Deutſchland wiederhallt in freudi⸗ ger Bewunderung, und die mit unwiderſtehlicher Kraft das Gefühl jedes Menſchen packen und ſein Blut auf⸗ reizen im Zorn gegen die Tyrannen. O ich bin voll freudiger, großer, herrlicher Hoffnungen. Wir werden Sieger ſein in dieſem Kampf des Rechtes gegen die Ge⸗ walt, und wenn dieſer Sieg zunächſt durch unſer hoch