Teil eines Werkes 
7. Theil, Bonners oder Geschichte eines Millionärs : 3. Band (1860)
Entstehung
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gegeben, war er mit ſeiner Lilly begraben wor⸗ den. Ein Grab nahm die Leichen derjenigen auf, die ſich im Leben ſo ſehr geliebt hatten, und die Herzen, welche das Leben getrennt hatte, ruhten mindeſtens im Tode nebeneinander.

Der Eigenthümer der Villa hatte die Stätte mit Bäumen umpflanzt und mit einem Kreuze ver⸗ ſehen, das Bonners und Lillys Namen trug. In dem untern Stockwerk der Villa war eine Art Gaſthaus errichtet, und hier fanden für gutes Geld diejenigen Bewirthung, welche kamen, das Grab des berüchtigten Bonners zu ſehen, und ſich von demſelben angeſtellten Wärter, welcher Augen⸗ zeuge jener Kataſtrophe geweſen, den Hergang umſtändlich erzählen zu laſſen.

Und die Zahl dieſer Beſucher war anfangs ſehr bedeutend. Bonners war ein zu bekannter und gefeierter Held des Tages geweſen, um nicht nach ſeinem Tode noch die neugierige Theilnahme derjenigen zu erregen, welche ihm in den Ta⸗ gen ſeines Glanzes ſo oft unzweideutige Be⸗ weiſe ihrer Hochſchätzung und Liebe gegeben, und

die nun mit dem Gefühle ſchadenfrohen Triumphes

an dem Grabe ſtanden und der Erzählung des ſchaudervollen Endes deſſen lauſchten, welchen ſie einſt ſo ſehr beneideten!

Aber andere Ereigniſſe, andere Tagesbegeben⸗ heiten verdrängten bald das Intereſſe für dieſes

Grab, und nach wenigen Monaten ſchon ſprach