Teil eines Werkes 
7. Theil, Bonners oder Geschichte eines Millionärs : 3. Band (1860)
Entstehung
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bleibe! Deine Liebe vermag Alles, Alles: bleibe bei Deinem Edmund!

Deine Hand! Gieb mir Deine Hand, Ed⸗ mund! Laß mich Deine Stimme hören! ſagte ſie, auf deren Sinne ſich ſchon die Sch atten des Todes herabſenkten.

Camilla, Geliebte, mein Weib!

Ich höͤre Dich nicht! Deine Hand, ach, dieſe liebe Hand, ſie iſt ſo kalt ich will ſie wärmen, an meinem Herzen hier will ich ſie wärmen!

Sie drückte ſeine Hand an ihre kaum noch athmende Bruſt. Selbſt in dieſer Stunde dachte ſie nur an ihn, den ſie liebte, empfand ſie nur ſeine Leiden, nicht die ihren, vergaß ſie ſich, um an ihn zu denken, und ihr letztes Bemühen war, ihm wohlzuthun.

Dank, mein Edmund, Dank für Deine Liebe, für unſer ſchönes Glück! Edmund, laß mich Dein Antlitz ſehen! Ich ſehe Dich nicht mehr; aber hier, in meinem Herzen, da ſehe ich Dich! Gott ſegne Dich, mein Geliebter! Habe Dank für

Deine Liebe; ich war ſo glücklich! O! mein

Geliebter, mein

Mit verhaltenem Athem, zitternd und todes⸗ bleich, lauſchte Edmund noch auf einen Laut von dieſen Lippen, die für ihn ſtets nur Worte der Liebe und des Troſtes geſprochen.

Ach, kein Laut, kein Seufzer mehr drang aus