— 154—
Vater auf das Entſchiedenſte ſeine Einwilligung zu der Verbindung Jſabellens mit einem Manne ohne Geld verſagt hatte.
Jetzt erſt eröffnete Edgin ſeinem Freunde die Begegniſſe der letzten Wochen, und bat um ſeinen Rath und ſeinen Beiſtand. Zu nicht geringer Ver⸗ wunderung aber gereichte es Blackwell, von Harrick weder die gefürchteten Witzeleien, noch ſein höh⸗ niſches und ſpöttiſches Lachen vernehmen zu müſſen, ſondern den Schritt, den er gethan, gebilligt zu ſehen, freilich von einem andern Standpunkt aus, wie der junge Liebende ihn für denkbar gehalten.
„Es iſt mir ganz recht, daß wir eine junge Schönheit in unſere Wirthſchaft bekommen, Ed⸗ gin! ſagte er mit ſeiner gewöhnlichen ironiſchen Heiterkeit. Wir wollen ſie als koſtbaren Tafel⸗ aufſatz gebrauchen, um damit Gäſte anzulocken, und ſie nach dem Glücke lüſtern zu machen, in unſerer Geſellſchaft zu ſein. Ich finde dieſe Spe⸗ culation ſehr vernünftig, mein Junge.“
„Du mißverſtehſt mich, Harrick⸗“ ſagte Black⸗ well, vor Unwillen erröthend;„es war nicht aus
ſo niedrigen Beweggründen, daß ich Jſabellen meine Hand reichte.“ „Laß uns über Kleinigkeiten nicht ſtreiten, Ed⸗ gin. Die Sache bleibt dieſelbe! Wollen wir vielmehr über die Art, Deine Geliebte zu entfüh⸗ ren, nachdenken. Der Alte hat Geld!“ 8


