Teil eines Werkes 
7. Theil, Bonners oder Geschichte eines Millionärs : 2. Band (1860)
Entstehung
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Mädchen von der einnehmendſten und Vertrauen erweckendſten Seite zu zeigen.

Er ſah ſie einſt, wie ſie, von der Meſſe heim⸗ kehrend, das Gebetbuch in der Hand, mit ſittſamen Schritten und geſenkten Blicken die Straße hinab⸗ ging, und folgte ihr, angezogen von ihrer Schön⸗ heit und Lieblichkeit, um zu ſehen, wo ſie wohne. Einige Betrunkene kamen mit wüſtem Geſchrei und rohen Scherzen die Straße herauf, und Jſabellen begegnend redeten ſie das erſchreckte Mädchen an in roher und unverſchämter Weiſe.

Sofort eilte Blackwell zu ihrem Beiſtande her⸗ bei, mit ruhiger, ernſter Würde wehrte er die Un⸗ verſchämten von ihr ab, und ihr den Arm bietend, bat er in den ehrerbiet gſtan Ausdrücken um die Gunſt, ſie nach Hauſe ge leiten zu dürfen.

Iſabella gewährte ſie ihm freudig und beredte Worte des Dankes floſſen von ihren Lippen.

Von nun an ſahen ſie ſich täglich, und ob⸗ wohl ihre Unterredungen ſtets nur flüchtig ſein konnten, obwohl ſie ſich nimmer anders, als in

der Kirche und auf dem Wege zu Jſabellens väterlicher Wohnung ſahen, glaubten ſie dennoch einander genugſam zu kennen, um an ihre gegen⸗ ſeitigen Liebesſchwüre und Verſicherungen der 2 G glauben zu können.

Vielleicht war es auch gerade der Umſtan

daß ſich ihrer Liebe Hinderniſſe entgegenſtellten 4 ſich nur t ſo flüchtig und verſtohlen ſehen