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Brod und daneben auf einer Unterſchale ein nicht ganz unbedeutendes Stück Butter. Und wenn man von dieſen Herrlichkeiten den Blick abwandte, ſo fiel er unwillkührlich auf den blau angeſtrichenen Ofen, in dem ein behagliches Feuer brannte, eben ſo ſehr zur Erwärmung des Zimmers, als zum Beſten der großen braunen Kaffeekanne, die im Ofen ſtand, und in welcher der Kaffee luſtig ziſchte und brodelte. Die alte Frau Winkler ging ordnend und ſäubernd im Zimmer auf und ab, und ſie war in ihre Prunk⸗ gewänder, wie ſie ſelber ſie gern nannte, gehüllt, das heißt, ſie trug einen ungeflickten Kattunoberrock von einer gewiſſen, unbeſtimmten Farbe, die eben ſo ſehr grün, als braun oder gelb genannt werden kann, dazu eine ſaubere weiß und blau geſtreifte Schürze und eine Haube von grobem Mouſſeline, verziert mit gefärbtem himmelblauen Bande, das an einigen Stellen höchſt verrätheriſch noch ſeine roſa Grund⸗ farbe hervorblicken ließ. Aber Alles an der Frau Winkler war reinlich und ordentlich, und es war ein Vergnügen, in dies alte runzlige Geſicht zu ſeben, das erglänzte in Frende, in dieſe Augen zu blicken, die ſo hell ſtrahlten in Luſt, und dieſe Hände, dieſe alten, braunen, runzligen Hände zu beachten, wie ſie in nimmer ruhender Geſchäftigkeit mit dem Stückchen groben Wollenzeuge den Staub abwiſchten von Stel⸗ len, wo längſt ſchon kein Staub mehr gelegen, oder an dem Reſedatopf ſäuberten und putzten, der als ein⸗ ziger Luxus und Schmuck dieſes ärmlichen Zimmers auf dem Fenſterbrett ſtand und die ganze Stube er⸗ füllte mit ſeinem milden Duft.
Nun, Lude, ſagte die alte Frau jetzt und wandte den lächelnden Blick auf einen Knaben, der regungs⸗ los an der Thür ſtand und mit weit aufgeriſſenem Munde und glotzenden Augen die Herrlichkeit an⸗


