Teil eines Werkes 
4. Theil (1860) Antonio : eine italiensische Geschichte / von L. Mühlbach
Entstehung
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Gott. Wenn Ihr es alſo erlaubt, ſo möchte ich wohl ein frommes Werk üben und den Jüngling unterweiſen in dem, was ihm vor allen Dingen Noth thut, im Griechiſchen und Lateiniſchen. Nöthiger noch, ſagte Chriſtino, ſcheint mir für ihn die Kenntniß ſeiner Mutterſprache. Du biſt doch ein Italiener? fragte er dann Antonio. Mein Vater war ein Italiener, ſagte An⸗ tonio,meine Mutter aber eine Deutſche. Dachte ich's mir doch, daß fremdes Blut in ſeinen Adern fließt, flüſterte Chriſtino zu ſich

ſelber. Woher käme auch dem echten Sohne Ita⸗

liens dieſer Drang nach Wiſſen? Für die Kenntniß des Italieniſchen laßt mich ſorgen, ſagte Pater Anſelmo;auch im Rechnen und in der Geographie unterrichte ich ihn gerne, wenn Ew. Hochwürden es erlaubt.

Es ſei Euch gewährt, ſagte Chriſtino,doch bedenkt, daß nur zwei Stunden des Tages dieſen Beſchäftigungen gewidmet ſein dürfen. Wir wollen nicht unſern guten Hirten und Knecht verlieren, um dafür einen halben Gelehrten zu gewinnen!

Zwei Stunden des Tages ſind mein! jubelte

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Antonio und küßte den beiden Vätern, die 8 3 4

bereit erklärt, ihn zu unterrichlan⸗ anit Aühehg

Dankesluſt die Hände.= A

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