gleitete, verſüßte den Spott.— Der Wagen rollte raſch fort, Jens ſah ihm gedankenvoll nach.
Langſam ging er die öde Amalienſtraße hinab, die Karoſſen der Hofleute donnerten an ihm vor⸗ über. Die mit ihm in den Sälen des Prinzen bei⸗ ſammen geweſen und lächelnd unterthänig jedes Wort bewundert hatten, das er unbeachtet ließ, wiegten ſich jetzt auf ſeidenen Kiſſen und beſpöttelten den un⸗
geſchlachten Burſchen, deſſen grobe Sohlen zu ſeinen groben Sitten paßten.
Der Mond ſchien auf die hohen, düſtern, ver— ſchnörkelten Häuſer und auf den Kopf der unge⸗ ſchickten Reiterſtatue Friedrichs des Fünften, der in ſeiner römiſchen Toga von dem dickbäuchigen Pferde herab ihn finſter anblickte.
In dem Augenblick, wo Lornſen ſtillſtehend die Statue und die Lichteffekte betrachtete, legte Jemand, der dicht an ihm vorüber ging, eine Hand auf ſeine Schulter und eine tiefe Stimme bot ihm einen guten Abend.
Er erkannte den Doktor Björning, der ihn la⸗ chend fragte, ob er im Mondſchein Kunſtſtudien vor dieſem erhabenen Denkmal eincs verkommenen Ge⸗ ſchmacks machen wolle.
Ich dachte darüber nach, erwiderte Lornſen, ob


