Teil eines Werkes 
2. Theil (1858)
Entstehung
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Aber ein leichtfertiger Menſch, ſagte Lina. Wenn ſeine Prinzeſſin Ilſe nöthig hatte ihrem ge liebten Kaiſer die Ohren zuzuhalten, damit er nicht davon laufe, wenn die Trompete klang, hat er jedenfalls die ſchlechteſten Vorſtellungen von der Macht der Liebe.

Ah, rief der König in ſeiner derb ironiſchen Weiſe, Sie meinen mächtiger zu ſein als die Prinzeſſin?

Ich ſage nur, Majeſtät, daß mein Dichter nie⸗ mals beim Klang der Trompete davon laufen würde.

Und Sie würden es ſehr übel nehmen, wenn überhaupt ein Mann ſich erkühnte, etwas zu wollen, was Sie nicht wollen? 1

Ich wage kein Urtheil, Majeſtät, über Dinge, die ich nicht kenne, aber meine Meinung iſt, daß es kein Opfer giebt, das ein Mann nicht der Gelieb⸗ ten bringen müßie

Sehr ſtolz! ſagte der König aufſtehend, aber ſehr richtig gedacht, wie Frauen denken. Was meinen Sie, Herr Lornſen, zu dieſem Angriffe auf den. In⸗ halt Ihres Buches da?

Ich meine, erwiederte Lornſen lächelnd, daß er zum Theil gerechtfertigt iſt, ſoweit er nämlich den Kaiſer Heinrich beniſſ Frauen mögen für ihre Liebe Alles opfern, die Liebe iſt ihr hüchſiss Lebensziel,