Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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Die hochfahrende Frau trat ihr näher, die Lehrerin blieb in ihrer ruhigen Stellung. Ihre Blicke hefteten ſich auf das zornige Geſicht, und wiederum fühlte die Frau Commercienräthin Etwas, das ihr den Muth nahm, in ſolcher Weiſe fortzufahren. Ehe ſie es überwinden konnte, ſtand das Fräulein auf und ſagte mit höflicher Kälte:Ich möchte Ihnen keinen Anlaß geben, ſich länger zu erzürnen. Daher erlauben Sie mir, zu gehen.

Mit vielem Vergnügen, antwortete die Dame,und da ich finde, daß Ihr Einfluß auf Suſette keineswegs ein guter iſt...

Laſſen wir das, fiel das Fräulein ein,die Andeutung Ihrer Wünſche genügt mir. Gute Nacht, Suſette.

Lebe wohl, liebe Chriſtine, erwiderte Suſette ſo freund⸗ lich, als ſei nichts vorgefallen.Du ſiehſt ein, meine gute Tante hat Recht.

Ich ſehe es ein, ſagte das Fräulein lächelnd,darum lebe wohl!

Lebe wohl, Chriſtine!

Die Frau Commercienräthin hielt ihre Nichte am Hand⸗ gelenk feſt. Chriſtine machte ihr eine Verbeugung, die ſie nicht erwiederte.Ich will mein Haus rein haben von ſolchen Perſonen, die nicht hinein gehören, ſagte ſie,und ich verbiete Dir hiermit jeden weitern Umgang mit dieſer Mamſell.