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einen Preis erhalten könnte.„Woher wiſſen Sie es denn,
Fräulein Streit?“
„Ich habe es ſo eben in einer Abendzeitung geleſen, antwortete Chriſtine,„wo der Herr Doctor als ein Mann von hoher wiſſenſchaftlicher Befähigung anerkannt wurde.“
„Auch wir erkennen ihn an!“ rief die Protectorin ihm huldvoll zu.„Es iſt ſchade, daß der ſelige Commercien⸗ rath nicht mehr lebt, damit er ſich freuen könnte, was mit ſeiner Hülfe aus Ihnen geworden iſt, Ludwig. Aber ich freue mich für ihn mit.“
Auch Suſette wird ſich freuen,“ ſagte Chriſtine.
„* „Fräulein Suſette iſt nicht hier,“ fügte der Doctor
leiſe hinzu.
„Mit einer Taſſe Thee wollen wir auf Ihr Wohl an⸗ ſtoßen, Ludwig,“ rief die Frau Commercienräthin.„Wie
hoch iſt der Preis, den Sie gewonnen haben?“
„Der Geldwerth iſt nicht bedeutend, erwiderte der Hoſpital-Arzt demüthig,„obwohl vierzig Ducaten auch recht willkommen ſind; allein es eröffnen ſich mir dadurch manche andere Ausſichten. Ich habe heute ſchon eine Auf⸗ forderung bekommen, an der Univerſität Vorleſungen zu halten.“
„Was nehmen Sie dafür ein?“ ſagte ſie.
„Zunächſt allerdings“— begann er ſtockend—„man gibt den Docenten keinen Gehalt— überhaupt, was dies
betrifft— o,“ ſagte er mit feſterem Tone,„ich kann keine 16*


