zwingen mich. Ich gebe es Ihnen im feſten Vertrauen auf Ihre Reeslichlat.
Wie heißt Redlichkeit in unſerer Zeit! ſchrie Jakob Wol f. Und indem ſeine klugen Augen einen ſchlauen Aus⸗ druck erhielten, fügte er hinzu:„Ich ſage Ihnen gehor⸗ ſamen Dank für Ihr großes Vertrauen, aber ich kann mich nicht darauf einlaſſen, Ihr Geld anzunehmen.“
Die Dame antwortete zunächſt nicht.„Sie wollen mich abweiſen?“ fragte ſie nach einem Beſinnen noch här⸗ ter und feſter, als bisher.
„Ich bin dazu gezwungen, Madame. Es iſt gegen meine Grundſätze?“
„Was iſt gegen Ihre Grundſätze?“
„Ich kann kein Geld nehmen von Unbekannten, denn ich ſetze voraus, Madame, daß Sie unbekannt bleiben wollen.“
„Das will ich; ja, das will ich!“ wiederholte ſie.
„Wie kann ich mich alſo mit Angelegenheiten befaſſen, von denen ich nicht weiß, welche Unannehmlichkeiten dar⸗ aus entſtehen können?“
„Seien Sie überzeugt, daß dies nicht der Fall iſt,“ ſagte die Fremde.
„Ich zweifle nicht, forſche nicht, frage nicht!“ rief der Agent,„aber ich kann's nicht thun.“
Die Dame ſenkte den Kopf und ſtand eine Minute bewegungslos, dann nahm ſie das Päckchen von Tiſch.
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