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koſtete und über die Unergründlichkeit des menſchlichen Her⸗ zens philoſophirte.
Eben um dieſe Zeit hatte Herr Daniel Frohlieb ſeine Toilette beendigt und erſchien vor ſeiner Frau, welche ſchon in ihrem beſten Staate prangte.—„Auch dieſes iſt eine richtige mercantiliſche Conjunctur, Mama,“ ſagte er, ſeinen Zeigefinger aufhebend,„daß wir uns dem Zeitpunkte nä⸗ hern, wo es unumſtößlichen chriſtlichen Grundſätzen nach durchaus nothwendig iſt, einen Rock und ein neues Seiden⸗ kleid anzuſchaffen. Ich habe auf dieſen Zeitpunkt, das heißt auf Wilhelm's Hochzeit, nun ſchon ſeit wenigſtens acht oder zehn Jahren gewartet, und meine Bedenklichkeiten über dieſen ehrwürdigen Leibrock immer mit meinem mer⸗ cantiliſchen Bewußtſein beſchwichtigt, und ich triumphire, Mama, über meine ſcharfſichtige Speculationsgabe, denn er hat richtig ausgehalten bis zu dieſer Stunde, wo Wil⸗ helm's Hochzeit nun wirklich einen wohlverdienten Nachfolger hervorruft.“
Die kleine Frau ſah den langſchwänzelnden, blauen Frack ihres Eheliebſten bedenklich an, und ſagte dann ſeufzend: „Wir ſind Beide aus der Mode gekommen, es ſchadet aber nichts, denn es ſieht ja doch Niemand nach uns: aber der Wilhelm, der Wilhelm!“
„Es ſieht Niemand nach uns!“ ſchrie Herr Frohlieb, ſeinen Arm einſtemmend.„Es iſt eine Lächerlichkeit, Nama,


