— 180—
kein Herz für ihn und ob drei Stunden oder hundert von mir entfernt, es iſt zur Winterszeit ſo ziemlich einerlei. Wenn der Fjord voll Eisſchollen treibt, kann das Kind nicht zum v kommen. Hei Du!“ rief er, ſeinen Kopf aufſchnellend,„Du, Eduard Falkland, Du möchteſt mein Eidam werden?“
„Ja, theurer Vetter, von Herzen gern.“
„Und Du, Emma, Du willſt ihn haben? Sage ja, wenn's wahr iſt.“
„„Ja, lieber Vater, ich leugne nichts.“
„Und wollt Ihr beide wenigſtens in jedem Sommer bei dem alten Halbart Mare am Lyſterfjord wohnen, ſo lange ihn Gott leben läßt?“
„Vater, Vater!“ rief Emma, ihre Arme um ihn ſchlingend.
Falkland rief:„Ich will!“ und hielt ſie beide feſt.
„Nun denn,“ Kinder, ſagte Halbart Mare, indem er ge⸗ waltſam ſeine Rührung bezwang,„ſo ſeht zu, wie ihr es mit einander ausmacht, um glücklich zu werden bis an Euer Ende. Doch Grimmur Skalden ſoll uns nicht vergebens an die For⸗ tunenkirche geladen haben. Wir werden kommen, Emma, wir werden kommen, Eduard Falkland; unter der Goldkrone, wie es ſich gehört, und nach Deinem und meinem Rang, als das erſte Paar, das ſoll uns Niemand ſtreitig machen!“
So geſchah es denn auch drei Wochen darauf. Das Fortu⸗ nenthal wiederhallte von den Hörnern und Flöten der beiden Hochzeiten, und am Altare der kleinen Kirche ſtanden glückſelig neben einander Emma Mare von Eide, und Signa, die Seterin.


