Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
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grimmiger Zorn, wie in den Feueraugen des Luchſes, der ſich auf ſeine Beute ſtürzen will.

Es iſt Thorheit! Es iſt Wahnſinn! rief Falkland empört.

Was ſagſt Du da?! ſchrie Grimmur.Du willſt nicht?!

Ich ſage, daß ich kein Raſender ſein will, fuhr Eduard fort,und daß ich Beſſeres von Euch denke.

Weil fremdes, falſches Blut in Dir iſt, unterbrach ihn Grimmur,weil Du nicht wagſt, wie ein Mann zu thun.

Was Dein Großvater einſt gethan, war grauſam und roh, antwortete Eduard,und ſeit jener Zeit ſind wohl mehr als fünfzig Jahre verfloſſen. Solche ſchreckliche Kämpfe, wie damals geſchahen, erregen jetzt den Abſcheu aller beſſeren Menſchen; den⸗ noch aber mag Thorkel Skalden mehr Urſache dazu gehabt ha⸗ ben, wie Du ſie haſt.

Schwatze nicht wie eine Elſter! fiel Grimmur ein.Mein Großvater fand einen Mann, der anders dachte wie Du.

Dein Großvater wurde geliebt von dem Mädchen, für das er kämpfte, verſetzte Falkland,Du aber wirſt nicht geliebt. Und jetzt ſage mir bei Deiner Ehre, bei Deinem Gewiſſen, Grim⸗ mur Skalden, hebe Deinen Arm auf und ſchwöre bei dem Gott, der über uns wacht, ob Du Emma Mare liebſt. Ob Du ſie liebſt mit Deiner Seele Kraft, daß Du nicht von ihr laſſen kannſt, als mit Deinem Leben. Schwöre, Grimmur! Einer hört uns, der Dich und mich richtet, bei ſeiner Allmacht ſchwöre! Dann will ich mit Dir kämpfen.

Grimmur ſtand eine Minute lang, als ſei er einer jener Rieſen, Kinder der Nacht, die vom Sonnenſtrahl getroffen ſich