Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
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Dafür ſtützte ſich Falkland auf ſeinen Arm und dachte ſein Theil. Es kam ihm Manches in den Sinn, was er ſich zuſam⸗ menſetzte und eine ganze Geſchichte daraus machte. Die junge Seterin mit den blauen Augen und der kühnen Furchtloſigkeit ihres Weſens war ſchwerlich immer ein ſo gleichgültiger Gegen⸗ ſtand für Grimmur Skalden geweſen, wie er jetzt ſich den An⸗ ſchein gab. Eduard hatte das Mädchen von Grimmur in einem Tone und mit einem Ausdrucke ſprechen hören, daß ſich Man⸗ ches daran knüpfen ließ.Deine Hand iſt zu weich für Grim⸗ mur, glaub's mir, ich kenne ihn, hatte ſie zu Emma geſagt; das fiel ihm jetzt wieder ein, und es fiel ihm ein, daß ihre Blicke dabei eigenthümlich wild funkelten, Ihre Hände waren allerdings härter, und meinte ſie, daß dieſe dazu gehörten, um einen ſo un⸗ geſtümen und unbändigen Mann zu gewinnen? Wollte ſie Emma warnen oder ihr zu verſtehen geben mit jenem ſcharfenich kenne ihn, daß ſie ſelbſt beſſere Anſprüche zu machen habe? Er warf einen Seitenblick auf Grimmur, der noch immer in ſeiner Lage verharrte und wahrſcheinlich eingeſchlafen war, dann griff er leiſe in ſeine Taſche und holte den Zettel heraus, den die alte Kari ihm zugeſteckt hatte. Noch war es ihm unmöͤglich geweſen, ihn unbemerkt zu leſen. Von Emma's Hand war mit Bleiſtift darauf geſchrieben:Sei auf Deiner Hut, geliebter Eduard! Grimmur führt Boöſes gegen Dich im Schilde, mir ſagt es mein Herz. Gott beſchütze Dich und helfe uns Beiden!

Indem er dieſen Zettel betrachtete, hörte er ein leiſes Ge⸗ räuſch hinter ſich. Grimmur ſtand auf ſeinen Beinen, eilig drückte Eduard das Papier in ſeiner Hand zuſammen.