Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
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Lars ſah lächelnd zu Henrik hin. Der Probſt hielt ihn und Anna in ſeinen Armen, ſo daß alle drei ſich feſt umſchlangen, und hinter ihnen ſtand der Doctor Magnus und ſchüttelte den Alten am Kragen, wobei ſein rothes, verklärtes Geſicht wunder⸗ lich hin und her wackelte.

Der Henrik da, ſagte Lars,wird ſicher thun, was ein wackerer Mann thun muß, wenn das Vaterland ihn ruft; jetzt aber ſchlägt ſein Herz ganz für die Jungfrau Anna, und das iſt recht, Niels. Seine Heimath, ſein Haus und ſein Glück da⸗ rin, muß der Menſch lieben und redlich ſorgen, ſich zu bewah⸗ ren. So will ich denn auch für mein Haus ſorgen, ehe ich über ſeine Schwelle trete, fuhr er fort.Komm' her, Karina, und Du Niels Hanſen, gib mir Deine Hand. Hier iſt meine Schweſter, Du⸗ biſt ein tüchtiger Kerl; willſt Du ſie zur Frau nehmen?.

Ja! antwortete Niels freudig,und ich will ſie lieb und werth halten, wie meine Augen. Karina, ſchlag ein! es ſoll Dir nimmermehr leid werden.

Die Seterin ſchlug die Augen nieder, dann warf ſie einen Blick nach Henrik und endlich einen ſchelmiſchen auf den tapfe⸗ ren Niels, der ſeine offene Hand ihr vorhielt.

Nun, ich kann's wohl ſagen, ſprach ſie,Du biſt ein ſchneller Burſch und haſt heute Nacht wackere Dinge gethan; auch biſt Du fleißig und es gedeiht, was Du anfaſſeſt. So

nimm mich denn, Niels; wahrhaftig, es wird uns gut gehen,

wir wollen Beide dafür ſorgen. Und für die Hochzeit, ſagte der Probſt,ſorge ich. In