Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
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Dieſe Zeit war vorüber, der Feuerball fiel wieder in das unermeßliche Meer, aber die Nacht war doch nur eine Dämme⸗ rung weniger Stunden. Als er niederſank, trat Kühle ein, die kältere Luft ſtürzte der Sonne nach und faſt zugleich mit ihr kam die Strömung der Ebbe aus den Fjorden und Sunten dem Boote entge⸗ gen und verſetzte es in eine ſchaukelnde und ſchwankende Bewegung.

Die Ruderer ſtrengten alle Kräfte an, und brachten das Boot dicht an die Küſte; aber in dem enger werdenden Kanale, der Senjenöen vom Feſtlande trennt, wurde die Strömung hef⸗ tiger und zwiſchen den hohen Uferwänden zog der Wind ſchärfer ihm entgegen.

Mit mühevoller Arbeit war doch nur geringes Weiterkom⸗ men merklich, und als der Landrichter eine Weile zugeſchaut hatte, als er ſah, wie die brennende Röthe an den Bergſpitzen abnahm und falbte, während blaue Schatten aus den Schluchten langſam heraufkletterten, konnte er ſich nicht enthalten, eine Frage an die Schiffsleute zu richten.

Es wird ſpät, rief er hinunter, wir kommen langſam vorwärts.

Wind und Strömung gegen uns, Herr, antwortete Einer.

Und wie weit noch nach Lenvig?

Zwei Meilen, ſagte der Mann. Werden ſie ſchwer ſchaffen, ehe die Fluth kommt.

Der Reiſende ſah die unwirthliche Küſte an; nirgend war die Spur einer Menſchenwohnung zu entdecken, und offenbar hatte er wenig Luſt, die Stunden der Nacht, ſo mild und hell dieſe war, im Freien zuzubringen.

Iſt keine Handelsſtelle in der Nähe? fragte er.

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