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Geschichte der Camisarden / von Friedrich Schulz
Entstehung
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dig einen ſichern Zufluchtsort gewaͤhrten; und an Lebensmitteln, Waffen und Munition hatten ſie keinen Mangel.

Uebrigens kampirten ſie nicht regelmaͤßig, wußten kein Lager abzuſtecken, und hatten keine Zelter. Gegen Wind und Wetter ſchuͤzten ſie ſich ſo gut ſie konnten in Kluͤften, unter Baͤumen, oder Schuppen. Um ſich her hatten ſie eine Men⸗ ge Vorpoſten ausgeſtellt, die es unmoͤglich mach⸗ ten, unentdekt zu ihnen vorzudringen. Jeder Un⸗ bekannte oder Verdaͤchtige wurde auf den gering⸗ ſten Argwohn niedergeſchoſſen. Rolands Befehle waren uͤber dieſen Punkt beſonders gemeſſen und ſtrenge. So kam es, daß eine Menge Kundſchaf⸗ ter von Seiten der koͤniglichen Truppen, aufge⸗ bracht und hingerichtet wurden. Die davon ka⸗ men, hatten ihre Entdeckungen gemeiniglich nur von einem Baum, oder einem Berge herab ma⸗ chen konnen. Deßhalb waren die Berichte, die ſie zuruͤck brachten, hoͤchſt unvollſtaͤndig dunkel und verworren, und nur dieß brachte man aus den verſchiedenen Auſſagen heraus, daß uͤberall Camiſarden herum ſchwaͤrmten. Einige wollten ſie in den Bergen von Boitieres, andere in den Gebirgen von Auſerre, noch andere in den ihnen entgegen geſezten Gebirgen geſehen haben. Un⸗ zaͤhlige Camiſarden! ſagte der Herr von Julien. Er glaubte es nicht; aber man zwang ihn bald, es zu glauben.