Teil eines Werkes 
2. Theil (1813)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

18

-

bald ein Mittel, jene mit einiger Keckheit zu⸗ uͤberfluͤglnn. Es befand ſich naͤmlich unter den Taͤnzerinnen auch eine Generalstochter, die noch dazu die groͤßte war, an die ſich immer keiner recht dieſe wandte ich mich bei der Zoͤgerung der Uebrigen gleich mit ſolcher Zuverſicht, als haͤtte kein anderer, als ich, nuf ſie Anſpruͤche machen koͤnnen. Da ſahen mich die Junker mit großen Augen an, und da ich mein ſieghaftes Betragen fortſetzte, ſo ſuchten ſie bald meinen Umgang und ach⸗ teten meine Ueberlegenheit. Weil aber kei⸗ ner dabei von meiner Schlauheit unterrichtet war, ſo konnte es nicht fehlen, daß daraus ein neuer Irrthum entſprang. Die Beharr⸗ lichkeit, womit ich vorzugsweiſe die Generals⸗ tochter zum Tanz aufforderte, ſchien nicht nur meine hohe Abkunft, ſondern auch ein beſon⸗ deres Wohlgefallen an ihr zu verrathen. Ihre Mutter, eine Wittwe, ſah dies nicht ungern, und es waͤhrte nicht lange, ſo wurde ich von ihr zu kleinen Abendgeſellſchaften gebeten, und