Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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der alle Hochzeiten anblaſen mußte. Die⸗ ſer aber lag mit ſeinem Privilegium im Waſ⸗ ſer, und man wußte jetzt ſeinem Leibe keinen Rath. Zwar rief Conrad: blaſt, ihr Muſi⸗ kanten, und zwei Bergmuſici ließen ihre Wald⸗ hoͤrner erſchallen, die Laͤrm genug machten, aber die Leute auf dem Hofe ſagten lachend: das iſt nichts, das gilt nichts! Man ſah ſich einander an, und wußte nicht, was zu thun war. Da erhob wieder der durchtriebene Fa⸗ gottiſt ſeine Stimme: Jetzt Meiſter Willig, koͤnnt ihr ja eure Rede halten; wir haben Zeit dazu; Schmidt ſeid ihr ja ohnehin, ſo macht nur, daß Schloß und Riegel ſprin⸗ gen. Willig nahm dies auch keinesweges im Scherz, ſondern er benutzte die Gelegen⸗ heit zum Reden, und ſioppelte ohngefaͤhr folgende Verſe zuſammen:

Jungfrau, ſei doch nicht ſo ſprode, 4

Auch Pallaͤſte werden oͤde,

Stolze Burgen fallen ein,

Eiſen ſoll zerbrechlich ſein.