Teil eines Werkes 
20. Band (1844) Jack am Lande / von Kapitän Marryat ; neu aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb
Entstehung
Einzelbild herunterladen

nichts dagegen einzuwenden, obſchon er meinte, daß ſich derartige Leute viele Mühe geben; er für ſeine Perſon berief ſich übrigens nur auf einen einzigen Gewährsmann, welcher ihm ſtets zu Gebote ſtand— nämlich auf John Truepenny. Er pflegte ſehr vernünftig zu bemerken, daß kein großes Verdienſt darin liege, etwas zu leſen, was gehörig buchſtabirt ſey, da dies dem Uebergange über einen Fluß vermittelſt einer ſchön gebauten Brücke gleiche; aber Handſchriften zu leſen— ſeine eigene zum Beiſpiel(meinte er, wenn er ſehr pathetiſch war)— dabei konnte man ſich Ehre erho⸗ len, denn eine derartige Aufgabe ließ ſich füglich mit dem Kreuzen eines wilden Stromes mit ein Paar zerbrochenen Stöcken in Paral⸗ lele bringen..

Dies iſt die Skizze unſers Jack vom phyſiſchen und moraliſchen Standpunkt. Wir müſſen ihn übrigens noch für eine kurze Weile in ſeiner Hängematte laſſen, damit er ſich von der Wirkung ſeines ungeordneten Schwelgens am Zahltage erhole.

Siebentes Kapitel.

Gedanken über das Trachten nach Reichthum.— Wie man aus ſeinen fer⸗ nen Nachkommen gnädige Herren machen kann.— Viel über Stamm⸗ bäume, Rabuliſtik und andere Dinge, die ſo trocken ſind, wie altes Pergament.

Wenn ſich Familien während zweier oder dreier Generationen durch Heirathen mit einander vermiſcht haben, werden die verſchie⸗ denen Verwandtſchaftsgrade unter allen, die Hauptglieder ausgenom⸗ men, ſo verwickelt wie das Räthſel der Sphynxr, und ſo wirr, wie

Marryat's W. XX. Jack am Lande. 5