— L 145)— Portugieſen bemaͤchtigten ſich derſelben, wurden aber im Jahr 1641 von den Hollaͤndern vertrieben, welche ſelbe nebſt allen ihren braſiliſchen Eroberun⸗ gen im Jahre 1654 wieder verlohren. Dieſe Stadt, mit einem guten Hafen verſehen, mag ugefthe 10,000 Einwohner zählen.
Para, deſſen Hafen Belem heißt, liegt an dem Toskantin, der Inſel Marajo gegenüber, welche die Groͤſſe Sardiniens hat, und aanz mit Zuckerrohr beſetzt werden koͤnnte. Para iſt die Haupt⸗ ſtadt des Gouvernements, welches das Land der Amazonen in ſich begreift. Dieſe ungeheure, wenig bekannte Landſchaft, iſt nuͤr von einigen wil⸗ den Heorden bewohnt, und wird durch die Forts und Kolonieen, welche die Portugieſen in einiger Entfernung von einander errichtet haben, in einer gewiſfen Abhaͤngigkeit erhalten. Die vorzuͤglichſten dieſer Forts heiſſen Macapa, Pauxis und Rio Negro. Die Indianer ſuchen unter Anfüh⸗ rung der Miſſionaͤre in den Waͤldern laͤngs der Flüe Cacao, Vanille, Saſſaparille, Copaiveoͤhl und Schildkroͤten, die ſie ſodann nach Belem bringen⸗
Der mittlere Theil Braſiliens und ganz Suͤd⸗ amerikas ſchließt die drey Gouvernements Minas⸗ Geraes, Goyazes und Mattogroſſo in ſich. Man nennt ſie auch die Gouvernements der Minen, weil daſelbſt die meiſten Goldwerke vorhan⸗ den ſind. Auf dieſen gegen das Meer berraͤchtlich hoch liegenden Bergflaͤchen muß Ackerbau und Vieh⸗ zucht trefflich gedeihen, und ſie werden vielleicht


