Teil eines Werkes 
6. Bändchen (1809)
Entstehung
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ſchiedenen Mahrattenfüͤrſten ſtellen, ſelbſt wenn die⸗ ſe mit einander in Krieg verwickelt ſind. Um den ruckſtaͤndigen Sold zu erhalten, iſt bey allen indiſchen Truppen, ſowohl bey den Mahrat⸗ ten als den Mahomedanern, der ſogenannte Dher⸗ na eingefuͤhrt. Dieſer beſteht darinn, daß man den Schuldner, er mag ſeyn, wer er will, in Arreſt

ſetzt, oder auf andere Art ſeiner Freyheit beraubt,

bis man entweder ein Unterpfand erhalten hat, oder die Schuld bezahlt iſt. Jeder, der in den Dien⸗ ſten indiſcher Fuͤrſten oder der dortigen Groſſen ſteht, kann auf dieſe Art ſeine Forderung von dem Fürſten ſelbſt, deſſen Miniſter oder Zahlmeiſter ein⸗ treiben. Der geringſte Soldat wird nicht daran verhindert, noch weniger ſein Betragen, als Meu⸗ kerey betrachtet, und er verliert dadurch in den Au⸗ gen ſeiner Befehlshaber nicht das mindeſte.

Oft dauert der Oherna eine ziemliche Zeit, und es iſt einerley, ob man den Fürſten, oder ſei⸗ nen Miniſter damit belegt, weil der Erfolg immer derſelbe bleibt, denn ſittt der Miniſter im Dherna, ſo macht ſich der Fuͤrſt eine Ehre daraus, waͤhrend dieſer Zeit nicht zu eſſen und zu trinken. Der Mi⸗ niſter muß ebenfalls faſten, er darf ſich weder wa⸗ ſchen noch beten, noch ſich von dem Platz bewegen, wo er ſich befindet, auch wird er bisweilen mit bloſſem Kopf in die Sonne geſtellt, bis der Gläu⸗ biger befriedigt iſt. Dieſe Art, zu ſeinem Rechte zu gelangen, iſt ſo allgemein, daß wahrſcheinlich die meiſten Mahrattenfuͤrſten, dir uͤberhaupt ſchlech⸗