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volk, die im Marſche begriffen, ihnen entgegen⸗ kam. Sie ſtellten ihn vor einen Offizier, der ihn zu dem Befehlshaber brachte. Dieſer rief eine Anzahl Offiziere und Gemeine zuſammen; ſie ſtiegen von ihren Pferden und traten ſeitwärts von der Straße unter eine alte Fichte; dort ſprach Einer von ihnen etwas und dann griffen die Andern unter Trommelſchlag an ihre Degen. Damit war es um Euern Sohn geſchehen. Die Oeſterreicher hatten Standrecht über ihn gehalten. Hätte er einen Beichtvater verlangt, vielleicht hätte er ſich noch eine Viertelſtunde Lebens erkauft. Aber es ſcheint, daß er es nicht gewollt hat. Vielleicht hätten ſie auch nicht ein— mal ſo viel Federleſens mit ihm gemacht. Sie werden ihn als Anführer einer Bande Maro⸗ deurs, oder als Landesverräther betrachtet haben, da er ein Deutſcher iſt. Kurz und gut, ſie führ⸗ ten ihn ſeitwärts hinter eine Wallhecke und dann fielen vier Schüſſe; der blaue Rauch qualmte
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