mir zu fühlen. Ich habe verſucht, ihn zu hegen, ſein Wachsthum zu nähren, ich habe alle meine Gedanken gezwungen, die fortwährenden treuen Hüter und Pfleger dieſes Keims zu ſein. Aber nach kurzer Zeit habe ich mir geſtehen müſſen, daß er eigentlich gar nicht vorhanden geweſen, oder daß er bereits wieder erſtickt ſei. Ich weiß nicht, woher es kommt, ob ich recht habe oder unrecht, wenn ich ein Verhältniß mir ſo ideal denke, daß kein Mann, den ich habe kennen ler⸗ nen, hineinpaßt. Aber ich kann nicht anders. Doch ich bin traurig darüber. Ich habe ſeufzen müſſen, als ich eben Ihnen nichts als ein kaltes Nein antworten konnte. Ich habe Mitleid mit mir ſelber.— Mitleid— lachen Sie nicht— darüber, daß ich nicht unglücklicher bin. Ich möchte eine recht große, eine unglückliche Leiden⸗ ſchaft haben. Ich möchte ein hochſchlagendes Herz, eine göttliche Seele kennen, der ich irgend ein großes Weihegeſchenk, eine hohe That, ein
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