gereiſt ſeien. Sie wolle ihre Freundin Marie Antoinette aus Frankreich zurückholen, allen Ja⸗
cobinern zum Trotz, hatte die kühne Fürſtin ih⸗
ren Wiener Bekannten gelobt. Von Bianca hatte Karl ſonſt nichts in Erfahrung gebracht. Sein Gefühl für ſie hatte er glücklich bezwun— gen. Es war einer ruhigen Theilnahme gewichen.
Nachdem er in langſamer Reiſe die Städte und Höfe Süddeutſchlands geſehen, war er nun ebenfalls nach Frankreich gegangen. Neben dem Verlangen, ſeine politiſchen Lehrjahre zu voll⸗ enden, hatte ihn aber auch der Vorſatz hierhin geführt, Lambert für ſein Verbrechen zu ſtrafen. Er mußte dieſen nach den Erkundigungen, die
er eingezogen, nach Paris zurückgekehrt glauben.
So finden wir Karl wieder in Paris. Er hatte
es mit einer gewiſſen Zaghaftigkeit betreten, die
er ſich jedoch ſelbſt nicht zugeſtand. Wie wir
früher ſahen, hatte ſich in ſeiner jungen Seele
nach und nach eine gewiſſe Menſchenverachtung 1*


