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ſonſt hätte er uns nicht heute ſelbſt auf den Zeitungs⸗ artikel aufmerkſam gemacht.“
„So dürfte ja auch ich hoffen, daß Sie freundlich an mich denken, Fräulein Julie, wenn das Meer zwi⸗ ſchen uns liegt?“
„Müſſen Sie denn gehen? Iſt Ihnen denn die Fabrik mit den lärmenden Maſchinen ſo ſehr ans Herz gewachſen?“
„Ich habe keine Wahl“, antwortete Herr von Cla⸗ ming auf dieſe beinahe vorwurfsvolle Frage.
„Und wann kommen Sie wieder?“
„Ich denke, in einem halben Jahr; vielleicht halten mich die Geſchäfte länger entfernt. Doch iſt es ja gleichgültig, wer kümmert ſich um meine Abweſen⸗ heit“
Der ſonſt ſo gemeſſene Mann ſprach dieſe Worte ſo weich wie eine Klage, die ſich wider Willen und ihm ſelbſt unbewußt aus ſeiner Bruſt losgerungen.
Julie verſuchte muthwillig zu lächeln, aber es ge⸗ lang ihr nicht.
„Der Großonkel, die Mutter, wir alle vermiſſen Sie“, ſagte ſie.
„Auch Sie? Werden Sie an mich zuweilen denken, ſo oft und ſo gern“, flüſterte er,„wie ich an Sie nun denken muß?“


