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„Barik Allah! Gelobt ſey Gott fuͤr alle Dinge;“ bemerkte Muſtapha ſehr demuͤthig— „was bin ich anders, als des Sultans Sklave und um ſeine Befehle auszufuͤhren? Falle die Schuld auf meinen Kopf!“
Muſtapha gab das Zeichen, und die Stum⸗ men ergriffen den ungluͤcklichen Paſcha.
„Es gibt nur einen Gott, und Mahomet iſt ſein Prophet;“ ſprach der Paſcha, dann fuhr er mit Hohnlaͤcheln zur Seite gewendet foͤrt: „Muſtapha! mag Dein Schatten niemals ge⸗ ringer werden— aber— Du haſt den Kaffe niedergeſchluckt.“
Die Stummen ſtrafften die ſeidene Schnur an. Nach einer Minute ward des Paſcha Leich⸗
nam durch ein uͤbergedecktes Gewand verhuͤllt.
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„Kaffe,“ murmelte weaſtapha, als er& Paſcha lezte Worte vernahm.„Mich duͤnkt, er hatte einen Beiſchmack. Jezt iſt er fuͤr ſeinen Verrath nach Jehaͤnnum geſchickt.“
Doch alle Traumbilder von Macht und Groͤ⸗ ße, welche des neuen Paſcha Gemuͤth erfuͤllt hatten, waren nun ploͤzlich durch Furcht und Jammer zerſtoͤrt.


