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ſagt, daß er noch ſchoͤnere Geſchichten erzaͤhlt,
als Menouni. Als ich hoͤrte, daß er durch dieſee
Stadt kaͤme, habe ich ihn aufgehalten, damit er Deiner Hoheit Vergnuͤgen gewaͤhre?— Soll Deinem Sklaven erlaubt ſeyn, ihn einzulaßen?“ „Mag es geſchehn,“ antwortete der Paſcha. Muſtapha gab das Zeichen; zur hoͤchſten Ueberraſchung des Paſcha, trat der Renegat und Flottenbefehlshaber mit Wachen und in Begleitung jenes wohlgekannten Beamten des Kalifen, des Capidji Bachi ein, der einen kaiſerlichen Firman zu ſeiner Stirn emporhob. Der Paſcha erbleichte, denn nun wußte er, . daß ſeine Stunde gekommen ſey.„Bismillah! Im Namen des Allerhoͤchſten, Mann, wen ſuchſt Du?“ rief der Paſcha tief erſchuͤttert.
„Der Sultan, Gebieter des Lebens, ſendet Dir oieſes, Paſcha, als einen Bewweis ſeiner
Nachſicht und großen Gnade.“ Bei dieſen Wor⸗ ten zog der Capidji Bachi eine ſeidene Schnur hervor, und uͤberreichte dem Paſcha die unſelige Pergamentrolle.
„Muſtapha,“ fliſterte der Paſcha,„verſammle Du meine Leibwachen waͤhrend ich dies leſe;


