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Tom, kniete neben ihm nieder und bat ihn, ihr zu antworten.
„Ihr verzeihen, der Aermſten, ja;— wer koͤnnte ihr das verweigern, ſo wie ſie jezt da knieet?— Komm'“ ſprach er zu ſeiner Frau, „Du mußt Ihr verzeihen. Blick' in die Hoͤhe, alte Frau, blick' auf ſie und bedenke, daß un⸗ ſer arme Junge morgen Mittag das naͤmliche ſchon im Himmel erflehen mag.“
Die Frau blickte auf und ihr von Thraͤnen faſt erblindetes Auge gewahrte Mariens fle⸗ hende, hinreißende ſchoͤne Stellung; dem war nicht zu widerſtehen.
„So wie ich auf Barmherzigkeit fuͤr meinen armen Tom hoffe, den Du getoͤdtet haſt, ſo wahrhaft verzeihe ich Dir, ungluͤckliches junges Maͤdchen!“
„Noͤge Gott Euch dafuͤr belohnen, wenn er Euch zu ſich ruft,“ erwiederte Marie,„dies war die peinlichſte Aufgabe.— Dich, Jakob, muß ich um Vergebung bitten, weil ich es bin, die Dir Deinen erſten und treueſten Freund raubt— ja, und noch fuͤr vieles Andere be⸗ darf ich Deiner Verzeihung.— Von Euch Herr“— dieſe Worte richtete ſie an den Do⸗ mine,„muß ich Verzeihung erbitten fuͤr mein


