Teil eines Werkes 
3. Theil (1835)
Entstehung
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nem Zimmer, das nicht acht Fuß hoͤher als die Straße liegt, bei weitgeoͤffnetem Fenſter hal⸗ ten willſt, darfſt Du Dich nicht wundern, daß jeder Voruͤbergehende anhoͤrt, was Du ſagſt.

Das iſt wahr; an das offenſtehende Fen⸗ ſter habe ich gar nicht gedacht; ich wuͤrde mir auch gar nichts daraus machen, wenn die ganze Welt es angehoͤrt haͤtte, nur Du nicht.

Erſt jezt fiel mir ein, weshalb Marie ver⸗ drießlich daruͤber ſeyn muͤßte, daß ich angehoͤrt hatte, was ſie damals von mir ſagte; ich ſchwieg. Marie ſezte ſich, lehnte ihre Stirn in ihre Haͤnde und ſchwieg ebenfalls; deshalb nahm ich mein Licht und ging. Mariens Stolz war dadurch gedemuͤthigt, daß ich das Geſtaͤnd⸗ niß ihrer Zuneigung zu mir, angehoͤrt hatte; ein Geſtaͤndniß, welches auf mich nur ſehr geringen Eindruck machte, weil ich dafuͤr hielt, ſie moͤge noch vor Ablauf eines Monates das naͤmliche von Tom oder von irgend einem An⸗ dern ſagen, der ihr grade gefiele; darin war ich jedoch nicht ganz gerecht gegen ſie. Ihr Be⸗ tragen gegen mich aͤnderte ſich nach der Zeit ſehr; ſie ſchien naͤhere Vertraulichkeit mehr zu vermeiden, als zu ſuchen; was mich betrifft, ſo blieb ihr meine Freundſchaft, ich war ge⸗