— 330—
„Ja, Tom, das weiß ich;“ gab der Alte zur Antwort;„dies iſt mir aber in Betracht deßen geſchickt, was mir begegnete, und weil ich das allein zu ertragen hatte, will ich dieſes auch allein haben.“
„Aber Vater,'nen Tropfen muͤßtet Ihr mir doch geben, waͤre es auch nur, um mir den Geſchmack aus dem Munde zu vertrei⸗ ben.“
„Dein eigen Fleiſch und Blut, Tom,“ ſagte ſein Vater und leerte das Glas.
„Ich habe immer gehoͤrt, es waͤre ganz un⸗ natuͤrlich, das eigene Fleiſch und Blut nicht zu lieben;“ erwiederte Tom,„jezt ſehe ich aber wohl„es mag doch auch ſeine Urſache haben.“
„Sey zufrieden, Tom,“ ſagte der Vater und ſezte ſein Glas nieder,„jezt ſind wir eben, Du haſt Deinen„fuͤr's nuͤchterne“ gehabt und ich auch.“
Herr Drummond erſchien und fragte, was vorgefallen waͤre.
„Nichts Herr,— nur'n Zufall;— Lom
und ich hatten'n bischen von'nem Zuge.“
Weil dieſes lezte Wort doppelte Auslegung zuließ, glaubte Herr Drummond, eines der Faͤßer moͤgte beim Aufziehen aus dem Lichter abgeglitten


