— 293—
„Vielleicht nicht; denn diejenigen die Geld beſizen, fuͤhlen ſich befriedigt durch die Wich⸗ tigkeit, welche es ihnen verleihet und wollen die verwuͤnſchte Thatſache nicht eingeſtehen; Andere dagegen, die nichts haben, ſeufzen beſtaͤndig nach Geld, als waͤre es das Einzige, wonach ſich's verlohnte in der Welt auszuſehen. Ich will Dir erzaͤhlen, was vorgefallen iſt, ſeitdem wir uns zum leztenmale ſahen, dann magſt Du
ſelber urtheilen.“
Die Erzaͤhlung, welche ihn drei Stunden beſchaͤftigte will ich kurz zuſammen faßen. Es ſcheint, daß Madame fortgefahren hatte, ihre Beſuchfahrten immer weiter auszudehnen, ihre Bekanntſchaften zu vermehren und die Ausgaben zu vergroͤßern, bis Turnbull in ſehr ſtrenger Weiſe einredete.— Seine Gegenvorſtellungen fanden indeß die Aufnahme nicht, welche er erwartet hatte, und durch Zufall entdeckte er uͤber⸗ dem, daß die Gelder welche er ſeiner Frau zur Beſtreitung ihrer woͤchentlichen Ausgaben ge⸗ zahlt hatte, zu andern Zwecken verwendet wurden; ſeit den lezten ſechs Monaten war keine einzige der laufenden Rechnungen abbezahlt. Dieſer Umſtand fuͤhrte eine Erlaͤuterung herbei und er
verlangte zu wißen, wozu dergleichen Geld⸗


