Teil eines Werkes 
2. Theil (1835)
Entstehung
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auf das Bewußtſeyn der Unſchuld ſich gruͤndet, irrthuͤmlich als kecker Troz, als verſtockte Bos⸗ heit angeſehen; Thraͤnen, die aus der Quelle erduldeten Unrechts floßen, das Stocken der Zunge, die vom ſchmerzlich verwundeten und gepreßten Herzen feſtgehalten wird, das Zit⸗ tern und Krampfen des kleinen Koͤrpers, den tiefe Ruͤhrung durchzuckt, ſind gar manchesmal von vorurtheilsvollen und eigenwilligen Anwe⸗ ſenden Leidenſchaften zugeſchrieben worden, die durchaus das Gegentheil von denen waren, welche dieſe Wirkungen hervorbrachten.

Nie ſollte die Jugend hart beurtheilt wer⸗ den, und ſelber dann, wenn ſie, auf unrechtem Wege begriffen, mit Recht zu tadeln waͤre, mag man ſie ſtets durch Milde auf die rechte Bahn zuruͤckfuͤhren; diejenigen, welche an⸗ ders entſcheiden und ſie huͤlflos dem Treiben der Welt uͤberlaßen, laden die Verantwortlich⸗ keit fuͤr die Ausgeſtoßenen auf ſich.

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