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reich zu begründen. Alle dieſe Gedanken trugen aber dazu bei, mir ein tiefes Demuthsgefühl einzuflößen. Ich erachtete mich nicht mehr für gerecht und aufrich⸗ tig in meinen eigenen Augen; dennoch konnte ich nicht umhin, mir vorzuſtellen, meine Irrthümer durch das Traumleiden, das ich erduldete, gebüßt zu haben. Wäre ich Katholik geweſen, ſo würde ich mich für überzeugt gehalten haben, ich hätte in wenigen Stunden zuſam⸗ mengedrängte Jahrhunderte im Fegfener zugebracht. Was hat der Menſchen Zählmethode mit der Allmacht zu ſchaffen? Dennoch beſchloß ich, mich nicht ſo anzu⸗ ſehen, als wäre ich der Pflicht entledigt, mich tiefer Reue und einem Leben der Buße, nicht bloß dem Lip⸗ pendienſte, ſondern der Tugend hinzugeben, mein Glück dem Glücke Anderer zu opfern, und in Demuth vor Gott meinen Nebenmenſchen alles in meinen Kräften ſtehende Gute zu erweiſen.
Zwanzigſtes Kapitel.
Als ich am vierten Tage bald nach Sonnenaufgang meine Wanderung gen Weſten fortſetzte, gewahrte ich in bedeutender Ferne eine wirbelnde weiße Rauchſäule, bei deren Anblick mir der letzte Gedanke ſchwand, als könnte ich in der Geſchichte dadurch verewigt werden, daß ich der patriarchaliſche Begründer eines neuen und umfangreichen Herrſcherthums im Suden ward. Die Strafe, die ich jüngſt erlitten hatte, ließ mich dieſe


