Die Buͤßung, oder mir möchte Troſt zuführen können. Da ich ihn nicht
glauben machen wollte, ich achtete ſeiner Naͤhe nicht,
ſo redete ich ihn abermals an, und zwar that ich dieß im freundlichſten Tone, indem ich ſagte:»Mein lieber Jugurtha, leg' Dich ſchlafen— begieb Dich in Deine Hangmatte.— Ich danke Dir von ganzem Herzen, doch Troſt vermagſt Du nicht mir zu gewähren. Ich werde nimmer getröſtet ſein, ſo lange Mantez lebt, oder ſo lange ich ſelber lebe.« Die letzteren Worte ſprach ich ſo leiſe, daß ich an⸗ fauglich mich überzeugt hielt, der Neger habe ſie nicht hören können; dieſer aber antwortete darauf ſo ſeltſa⸗ mer und ſo treffender Weiſe, daß ich ſogleich folgerte, er habe mich gehört. Hierin täuſchte ich mich jedoch ſehr. Er zog ſein langes Meſſer hervor, und legte es in meine Hand. 1 »Wie ſoll ich das verſtehen?« die tödtliche Waffe feſt in meines Jugurtha ſah plötzlich ganz lebe rechten, geſchloſſenen Hand ſchlug und zeigte dann bedeutungsvoll au „Wie?“« grübelte ich,»wirft di Neger mir meinen Mangel an er, es ſei Zeit fuͤr mich
ragte ich, und hielt 3 4
us, mit ſeiner an die Bruſt, as Meer. r arme, unbelehrte tugend vor? Meint ben, und ich hätte nicht den Muth dazu? Hält er mich für feigherzig? Die That iſt leicht, der Uebergang lind, und im Augenblick des Todes werde ich über Alles belehrt ſein. Ja, das iſt die verbotene Frucht vom Baume der Erkenntniß; doch nur dem Feigherzigen iſt ſie verboten.« Ich betrachkete nunmehr die Klinge mi ich pruͤfte die Spihe der Waffe. Mir beha
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