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daß Du bei dieſem Briefe Dich beruhigeſt, und Du biſt frei, biſt gerettet, und zur Vergeltung für alle Opfer, die mein Gemahl mir gebracht, werde ich we⸗ nigſtens ſein koſtbares Leben erhalten haben...“
Richard raffte ſich zuſammen, er faßte Kathari⸗ na's Hand und drückte ſie zärtlich.
„Ja wohl,“ ſagte er,„das iſt ächter, hochherziger Muth. Du haſt als treues, edles Weib Deine Pflicht gethan. Ich aber, ich ſegne Dich und Gott möge Dir lohnen.“
„Du willigſt ein?“ rief ſte trunken vor Freude.
„In was?“ ſagte er;„erklären, daß ich Perkin Warbeck, ein Jude ſei? Das bin ich ja nicht, meine geliebte Katharina!“
Sie machte eine Beweguug, welche ſie von dem Gefangenen entfernte. 4
„Erklären ſoll ich,“ fuhr Richard fort,„ich ſei nicht Richard, der Sohn Eduard's? Das iſt unmög⸗ lich, denn ich bines.“
„O!... ol...“ murmelte Katharina, in halb unwilligem, halb zärtlichem Ton, indem ſie den Kopf ſchüttelte und ungeduldig mit dem Fuß auf die Stein⸗ platten der Zelle ſtampfte.
„Die Frau Herzogin von Burgund,“ fuhr Ri⸗ chard fort,„hat ihre Gründe, mich heute zu verläug⸗ nen, ſo wie ſie früher deren gehabt hat, mich anzuer⸗ kennen. Daraus kann, wie Ihr ſagt, Milady, in den Augen von ganz Europa, ſelbſt in den Eurigen, ein unwiderleglicher Beweis abgeleitet werden. Und doch, man hat ihr nicht geglaubt, da ſie Ja ſagte, jetzt aber, da ſie verneint, jetzt glaubt man ihr. Doch gleichviel. Allein in mir ſelbſt, in meinem Gewiſſen,


