248
ſollte, und endlich jene unglaubliche Macht der Ci⸗ viliſirung, die groß genug iſt, um auf ſolche Weite erfinden, berechnen und vollfuͤhren zu koͤnnen,— dieß alles zuſammen verſetzte mich in einen Zuſtand des Erſtaunens, der mich dieſe, an ſich ſonderbare, Gegend noch aus einem ganz neuen Geſichtspuncte erblicken ließ.
Derjenige Theil der Suͤmpfe, den wir zu
durchreiten hatten, war noch nicht ausgetrocknet,
und ſtatt Wieſen und Fruchtfeldern, fanden wir nichts vor, als Schilfrohr, mit Weidengebuͤſchen und wei⸗ ßen Hoͤlzern untermengt. Das Gruͤn war blaß, die Natur graulich und einfoͤrmig. Vor uns nach dem Meere hin erhob ſich jener Vorhang von Waͤldern, von dem ich Ihnen bereits geſprochen habe. Und dieſen zu erreichen, hatten wir noch beynahe eine volle Stunde zu reiten. Der Boden war weich, und von den Tritten der Pferde hoͤrte man nichts. Indeſſen hatte das Erdreich Feſtigkeit genug; und um ſich vor der Gefahr des Einſinkens voͤllig zu ver⸗ wahren, durfte man ſich bloß an die Fußpfade hal⸗ ten, welche die, aus den Waͤldern nach dieſen Sa⸗ vannen ziehenden, Buͤffel und wilden Schweine durch das Schilfrohr eingetreten haben. Endlich erreichten wir den Wald. Ploͤtzlich veraͤnderte ſich die Atmo⸗ ſphaͤre, und mit ihr die ganze Geſtalt der Natur. Der Boden ward lebendiger, und wir bekamen wie⸗ der Moos und Eichen zu Geſichte. So gewaltig


