Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

238

nufactur⸗Induſtrie, nach Vartreibung der geiſtlichen Orden, von den Kloſtergebaͤuden zu machen gewußt hat. In dieſe hat ſie ſich naͤhmlich auf eine beque⸗ me und wohlfeile Weiſe einquartirt, und der gute Erfolg, deſſen ſich jene Induſtrie zu erfreuen hat, mag großen Theils dieſem Umſtande zu verdanken ſeyn.

3. Mit der BenennungMercanti werden in Italien alle diejenigen Perſonen bezeichnet, die ſich mit irgend einer Gattung des Handelsverkehrs be⸗ ſchaͤftigen, d. h. die Banquiers, Kaufleute und Kleinkraͤmer.

Dem Handel wird, wofern er ſich nicht durch ſeine Stellung die Vortheile, welche die Stapelorte gewaͤhren, zuzuſichern weiß, durch die Maſſe des oͤrtlichen Verbrauches ſeine aͤußerſte Grenze beſtimmt.

Dieſer Verbrauch kann in einem Lande, wo die Sparſamkeit in dem Grade, wie in Italien, ge⸗ uͤbt wird, zumahl nachdem das Land des Vorrech⸗ tes, als Stapelplatz zu dienen, verluſtig gewor⸗ den, nicht anders als beſchraͤnkt ſeyn. Gleichwohl findet, da alles, was das Land an Conſumtions⸗ Gegenſtaͤnden uͤberfluͤſſig hat, nach dem Auslande verkauft, und hinwieder alles, was es von fabri⸗ cirten Artikeln bedarf, gekauft wird, in den Ita⸗ liaͤniſchen Seehaͤfen ein nichts weniger als unbe⸗ traͤchtlicher Waarentauſch Statt.

In den Seehaͤfen Italiens iſt der Handel un⸗