Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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ihren Beſitzungen fremd zu bleiben, halten ſie fort⸗ waͤhrend ein ſorgfaͤltiges Augenmerk auf dieſelben gerichtet, und dieſe Sorge macht bey den meiſten Italiaͤniſchen Landbeſitzern die einzige Beſchaͤftigung aus.

Auf dieſe Weiſe ziehen ſie aber von ihren lie⸗ genden Gruͤnden ein groͤßeres Intereſſe, als ein fixer Zinsfuß ihnen verſchaffen wuͤrde. Denn die ffixen Zinſe belaufen ſich nirgends auf die Haͤlfte des ro⸗ hen Productes. Um dieſe Einkuͤnfte zu verzehren,

begeben ſich die Guͤterbeſitzer faſt alle nach den Staͤd⸗

ten, was als eine natuͤrliche Folge der Untereinthei⸗ lung der Domaͤnen und ihres geringen Umfanges zu betrachten ſeyn mag. In England iſt es ein ſehr er⸗ wuͤnſchter Umſtand, daß die Landbeſitzer auf ihren Guͤtern zu leben pflegen, weil dieß zu Vermehrung der laͤndlichen Bevoͤlkerung beytraͤgt, waͤhrend die Staͤdte durch den Kunſt⸗ und Gewerbfleiß bevoͤlkert genug ſind; wo ſie hingegen in Italien oͤde und leer ſtehen wuͤrden, wenn ſich nicht die Rentner zuſam⸗ men thaͤten, um ihre Wohnungen in ihren Mauern aufzuſchlagen.

Aber auch die Sitten und der Geſchmack der Capitaliſten bringt es mit ſich, daß ſie nicht gern auf dem Lande leben. Sie begnuͤgen ſich, ihre Pachthoͤfe zu durchlaufen, wie man einen Spazier⸗ gang durchwandert, um dabey zugleich ihrem In⸗ tereſſe nach zu gehen. Auf ſolchen Gaͤngen ziehen